Michael Goller entwickelte eine gestische, unmittelbare Malerei, die durch schematische Sichtweisen ergänzt wird. Die lyrischen Kompositionen sind von teilweise intensiver und gleichzeitig ausgewogener Farbgebung. In vielen Bildern benutzt er seine eigene Schriftart, die runenartig wirkt.

 

Gollers Bilder bestehen aus verschachtelten Ebenen gestischer und zeichnerischer Elemente. Der Zugang zu seinen Bildern ist ein „optisches Schwingen in der Resonanzfrequenz des Bildes“. Er arbeitet bis zu einem Jahr an einzelnen Bildern, „lässt die Malerei in der Zeit gerinnen“, was nicht im Widerspruch zur intuitiven Gestik steht.

 

Seit 2012 nach einer Phase des persönlichen Umbruchs ist eine völlig neue Werkphase im Schaffen des Künstlers im Entstehen. Die Ebenen der Wahrnehmung verschmelzen nicht mehr in einem einzigen Bild, sondern haben sich dreifaltig ausgeformt. Die zeitlichen Ebenen, die uns Menschen innerlich angelegt sind, das Gefühl für Erinnerung, das Gefühl für Zukunft und dazwischen die Gegenwart als Momentaufnahme der fortlaufenden Zeit sind nun einzeln präsentiert in einem Dreiklang, den der Künstler Bild-Text-Kontext nennt.

 

2003 war er Mitbegründer der Künstlergruppe Querschlag und gemeinsam mit Peter Piek der Künstlerinitiative Malfront (2003–2007). Nach Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und Europa hat er bereits erste Anerkennung erhalten.

Ausstellungen

 

2000 „Modulationen“, Museum „Alte Pfarrhäuser“, Mittweida

2001 „Entrée“, Galerie Weise, Chemnitz mit Michael Knauth

2002 „5×5 Junge Kunst aus Sachsen“, Neue Sächsische Galerie, Chemnitz (Beteiligung)

2002 „Große Kunstausstellung“, Villa Kobe, Halle/Saale (Beteiligung)

2003 „Labyrationen“, Galerie+Edition Erata, Leipzig

2005 „Die Dunkelkammer“, PPZK Leipzig mit Peter Piek

2005 „Paintboxes“, Kunst für Chemnitz e.V. Künstlergruppe Querschlag

2005 „Zu Fuß an der Malfront“, Voxxx-Galerie, Chemnitz mit Peter Piek

2006 „Bilder“, Kunstverein Heidenheim

2006 „Gastmähler“, Galerie Carstensen, Hamburg

2007 „Gastmahl auf dem Mars“, Galerie Weise, Chemnitz

2007 Galeria Szyb Wilson, Katowice/Polen Künstlergruppe Querschlag

2008 GAM Galerie Obrist am Museum, Essen

2008 Galerie Tazl, Weiz/Österreich

2008 „Gastmahl im Museum“, Kunstkabinett im Kunstmuseum Bayreuth

2008 „Prometheus und der Adler“, Kunstverein Husum

2009 „Im Juli gemaltes Bild“, GAM Obrist Gingold Galerie, Essen

2009 „Vom Anlegen des Bootes im Zwischenraum“, Galerie Sybille Nütt, Dresden

2010 „Apostroph“, Galerie Weise, Chemnitz

2010 Ostrale’010 (Beteiligung)

2011 Ostrale’011 (Beteiligung)

2012 „Zyklopisches Gastmahl“, Domgalerie Merseburg

2012 Kunstraum Gepard 14, Bern/Swizzerland

2014 „Nirgendwo ist Eines“, Galerie Weise, Chemnitz

2015 „Lichtluft, grenzenlos“, art gluchowe Kunstverein Glauchau

2015 „Libellisches Grün“, AC Galerie Claus-Dieter Tholen, Herford

2015 „und darüber hinaus“, Galerie Sybille Nütt, Dresden

2016 Ostrale’016 (Beteiligung)

2016 „MONOCHROM“, e.artis contemporary, Chemnitz

2017 Ostrale-Biennale O17 (Beteiligung)

 

Publikationen

 

Monochrom. Mit Texten von Konstanze Wolter, Jutta Moster-Hoos und Ludwig Seyfarth. e.artis contemporary 2016, ISBN 3-923167-27-X

Nirgendwo ist Eines. Mit Texten von Thomas Bauer-Friedrich, Diana Kopka und Peter Piek. PPZK Leipzig 2014

„[aquarius]“. Figurenbilder, Schriftliches Experiment und ein Text. Mit einer Einleitung von Peter Piek. PPZK Leipzig 2012

„Zimmer mit Blumen“. Neue Bilder und ein Text. PPZK Leipzig 2011

Mit Mike Wassermann: Konkretes Vergessen. Gedichte und Zeichnungen. Leipziger Literaturverlag, Leipzig 2009, ISBN 978-3-86660-076-8

Rumpelstilzchen. Mit einem Text von Torsten Obrist. Saarländisches Künstlerhaus Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-940517-07-4

Gastmähler. Mit einleitenden Texten von Dr. Ina Gille, Alexander Stoll und Klaus Sobolewski. Verlag The ThinkFactory Chemnitz 2007, ISBN 978-3-00-020701-3

Mit Mike Wassermann: Labyrationen. Mit einem Interview von Viktor Kalinke. Edition Erata, Leipzig 2003, ISBN 3-934015-52-2

Malerei. Mit einem Vorwort von Peter Piek. Passage Verlag, Leipzig 2005, ISBN 3-938543-03-5

Mit Peter Piek: Die Puppenspieler. Leipziger Literaturverlag 2011, ISBN 978-3-86660-112-3

Mit Peter Piek: Das Malbuch. Edition Erata, Leipzig 2005, ISBN 3-934015-89-1

Kann man Farben hören?, Peter Piek / Michael Goller, aus 2004, erschienen 2005 in Heft 14 der Reihe Werkstatt Wort der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB)